Gebt der Jugend eine Chance
In Anzeigen und Broschüren wurde dargestellt, wie Jugendliche in gefährliche Situationen geraten können: weil sie sich nicht verstanden fühlen, weil sie keine feste und verlässliche Orientierung in ihrem Umfeld haben, weil sie nicht gefordert werden, weil man keine Zeit für sie hat.
Dabei wurden sowohl die Jugendlichen selbst wie auch die Erwachsenen angesprochen, um beiden Seiten zu zeigen, was getan werden kann, um einander besser zu verstehen. In den Anzeigen wurden zwei Broschüren angeboten. Die Broschüre „Gebt der Jugend eine Chance“ richtete sich vor allem an die Erwachsenen. Anhand von typischen Beispielen, die jeder aus dem Alltag kennt, sollte versucht werden, Verständnis für die Jugendlichen und ihre Probleme zu wecken.
Die Jugendlichen selbst wurden besonders angesprochen mit eigens für sie konzipierten Broschüren mit dem Titel „Konflikt“.
Die Kampagne war so erfolgreich, dass man drei Auflagen mit jeweils 50.000 Broschüren drucken musste. Die Broschüre „Konflikt“, zunächst in einer kleinen Auflage von 7.000 Exemplaren erschienen, war innerhalb einer Woche vergriffen.
Tausende Väter und Mütter wollten sich informieren, wie gestörte und oder verloren gegangene Beziehungen zu ihren Kindern erneuert werden können. Lehrer und Pädagogen haben mit der Broschüre in Gruppen und Arbeitskreisen gearbeitet. Jugendämter, Sozialämter, Jugendwerke, Jugendrichter, Jugend- und Familientherapeuten etc. forderten die Broschüre in großer Stückzahl an.


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